Paraski
Paraski ist eine Kombinationssportart aus Riesentorlauf und Fallschirm-Zielspringen im alpinen Gelände.
Hier werden die Zeitrückstände beim Schifahren in Zentimeter umgerechnet. Beim anschließenden Zielspringen auf einem schrägen Hang gilt es, den Fallschirm präzis auf die Landematte zu steuern, um möglichst genau in der Mitte zu landen.
Wer den so genannten „Dead-Center“ (Durchmesser 3 cm) bei der ersten Bodenberührung genau trifft, hat einen „Nuller“. Jeder Zentimeter Abweichung bedeutet einen Fehlerpunkt. Wer zum Schluss am wenigsten Punkte gesammelt hat, ist der Gewinner.
Fallschirm/Schi oder auch Paraski genannt hat in Österreich eine große Tradition. Hat sich die Sportart ja in den 50er Jahren aus den Berg- und Lawinenrettungseinsätzen heraus entwickelt. Damals, als Hubschrauber noch nicht mit der erforderlichen Leistungsfähigkeit zur Verfügung standen, wurden für das Fallschirmspringen ausgebildete Bergrettungsleute vom Flugzeug aus mit dem Fallschirm über dem Einsatzgebiet abgesetzt. Schier und das Bergematerial wurden mit Lastenfallschirmen abgeworfen. Im Landegebiet schnallten die Retter dann die Schier an und fuhren damit zur Unfallstelle ab, wo nach kurzer Zeit der Einsatz beginnen konnte. Gefordert waren damit Leute, die sowohl mit dem Fallschirm in engen und unebenen Ladezonen punktgenau landen konnten als auch ihre Schier beherrschten.
Es lag nahe, das Training zu solchen Einsätzen auch mit einem Wettkampf zu verbinden. Der Paraski-Sport war damit geboren.
Österreich war in dieser Sportart immer vorne mit dabei. Zahlreiche Siege bei Welt- und Europacups bezeugen dies ebenso wie die Weltmeistertitel im Einzel bei den Damen und den Herren. Lediglich in der Mannschaftswertung wartet Österreich noch auf den begehrten Weltmeistertitel.
Günther Draxl Österreichischer Aeroclub - Landessektionsleiter Steiermark |